Kindertrainingslager in Berlin 20. bis 27. März 2010
Am Samstag, den 20. März um halb 9 fuhren wir mit zwei Autos, den Booten und einem Motorboot aus dem halb verregneten Oldenburg los. Wir, dass sind Steffen Icken, Nora Dirks, Anina Hoffman, Magnus Hudalla, Tom Hinrichs, Philipp Pickel und als Trainer und Aufpasser Doro und Olli. Nach ca. 6 Stunden Fahrt und einer kurzen Pause sind wir dann im sonnigen Berlin angekommen. Lustigerweise dachte Philipp, wir seien auf einer Klassenfahrt das fanden wir fast genauso lustig wie als Philipp Olli mit „Papa“ ansprach.
Darauf hatten wir eigentlich schon die ganze Zeit gewartet, da diese Verwechslung mindestens einmal von irgendjemanden in jedem Trainingslager vorkommt.
Wir haben dann den Bootsanhänger auf den Hof geschoben, und plötzlich kam Imke Ihnen um die Ecke. Alle haben sich sehr gefreut, denn eigentlich wussten wir nichts davon. Wir schleppten die Koffer und Taschen noch nach oben in das Bootshaus und riggerten dann die Boots an und weihten das Trainingslager mit einem ersten Versuch, auf den Spree zu rudern, ein. Zum Abend kochten uns Imke und Doro in der sehr kleinen Küche Nudeln mit weißer Soße. Danach hatte Magnus als erster dieses Trainingslagers ein Date mit Willi, dem einsamen Retrostaubsauger. Dieses Vergnügen hatte jeder, der an Ollis lustigen Zahlenspielchen teilnahm oder sonst irgendeine Heldentag im Laufe des Tages vollbrachte.
Am nächsten Tag konnten wir uns glücklich schätzen, dass wir zum einen bis zu einer ungewöhnlichen Zeit fürs Trainingslager um halb 9 aufstehen konnten und zum anderen, weil Olli eigentlich für diesen Tag einen Ergo-Test geplant hatte, jedoch kein Ergo fand. Nach dem Frühstück, wo wir wie sonst in den Trainingslagern üblich Nutella statt Schokoduo aßen, gingen wir in Zweiern aufs Wasser und unternahmen unsern zweiten Ruderversuch nach der langen Winterpause. Da noch nicht wieder alles klappte, versuchte Olli, uns ein wenig mit lustigen Sprüchen wie z.B. „Auf dem Baum da sitzt ein Specht, der Baum ist hoch, dem Specht ist schlecht“ aufzumuntern. Es gelang ihm auch sehr gut, da Anina von Grund auf über alles lacht, was auch nur etwas lustig erscheinen könnte. In der Mittagspause gab es einige Pokerrunden, danach ruderten wir wieder und abends gab es Bratwürstchen, grüne Bohnen und Kartoffeln.
Am Montag wurden wir wieder einmal um halb 9 geweckt, denn Anina hatte Geburtstag. Wir aßen noch ziemlich verschlafen Frühstück, ruderten und aßen Mittag. In der Mottagspause versuchten wir Anina abzulenken, was nicht so wirklich leicht war, da sie ein bisschen sehr neugierig ist. Also, wir versuchten es, da Steffen und Noro mit Imkes Hilfe dabei waren, einen Schokokuchen zu backen. Danach gab es wieder eine Rudereinheit, bei der Olli gemütlich in dem Motorboot Konstanze neben uns hergondelte. Abends aßen wir Hühnerfrikassee und zum Nachtisch den gebackenen Kuchen, der mit einer Kerze noch verziert wurde. Es gab zu Aninas Überraschung auch noch ein recht nützliches Geburtstagsgeschenk: ein Buch, dass einige komische und lustige Anleitungen enthielt wie z.B. wie man eine Seilbahn baut oder Skateboard fährt. Eigentlich ist dieses Buch ja nur für Mädchen gedacht, doch anscheinend hatten die Jungs das etwas falsch verstanden.
Dienstag und Mittwoch unterschieden sich nicht besonders von einander, nur dass wir Dienstag die Weltherrschaft planten, was eine recht heikle Angelegenheit war oder ist. Soweit sind wir da auch noch nicht gekommen. Am Dienstag Abend bekamen wir zum ersten Mal eine Gute-Nacht-Geschichte von Imke vorgelesen. Auch gelacht haben die Mädchen auch wieder viel. Steffen brachte so einen klugen Spruch an. Und am Mittwoch Abend quälte uns Olli noch mit seiner Lieblingsruderstrecke zum Kraftwerk. Danach waren wir aber kraftlos.
Der Donnerstag begann mit einer Früheinheit um 7 Uhr. Danach gab es Frühstück und Olli scheuchte uns noch einmal aufs Wasser. Wir nehmen mittlerweile an, dass er das mit Ansicht tat, damit wir früh schlafen gehen. Nach dem Mittagessen fuhren wir dann mit der S-Bahn in die Stadt. Dort wurde dann vor den Brandenburger Tor das obligatorische Foto mit dem Bären geknipst, wir fuhren dann mit einem Konferenzfahrrad (Fahrrad mit sechs im Kreis angeordneten Plätzen) zum Potsdamer Platz, besichtigten das Sony-Center und gingen shoppen.
Am Freitag reiste Philipp nach seiner Früheinheit mit Imke im Zweier ab. Wir anderen Übriggebliebenen wurden von Olli nach dem Frühstück aufs Wasser gescheucht. Zur Belohnung gab es dann Mittagessen draußen am Spreeufer bei wunderschönen Wetter. Während des Ruderns war Noro und Anina langweilig. Deswegen dachten sie sich eine ziemlich lustige Geschichte aus (Anmerkung des Trainers: wie gut, dass man so etwas immer erst hinterher mitbekommt). Für unsere derzeitige Lage hatten wir natürlich auch was passendes: „Mit Fröhlichkeit im Herzen und auch ganz viel in Bauch, dann bist du unter Schmerzen (die Blasen an den Händen und unser Po!) die Fröhlichste im Haus“. Abends gab es dann Kartoffeln, Würstchen und Quark, lieferten uns lustige Twisterduelle, hauten uns noch einen Schokopudding rein und gingen nach zwei Guten-Nacht-Geschichten schnell ins Bett.
Samstag war Abreisetag. Nach dem Frühstück gingen wir zum Abschluss des Trainingslagers noch einmal auf der Spree im Vierer rudern. Da alle ganz gerne steuern wollten, wechselten wir dauernd den Steuermann und hatten viel Spaß. Nebenbei sangen wir auch noch ein paar Kinderlieder. Danach riggerten wir die Boote wieder ab und vertäuten sie auf dem Bootsanhänger, packten, aßen putzen und verabschiedeten uns von Imke. Sie hatte vorher von uns den Orden der „Schnibbelkönigin“ verliehen bekommen: Für das fleißige schnibbeln unserer täglichen Gemüseteller.
Insgesamt war es ein sehr lustiges Trainingslager, das wir wohl so schnell nicht vergessen werden.