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Ein Verein schreibt Geschichte
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- Erstellt am Sonntag, 03. Februar 2013 13:08
Der Oldenburger Ruderverein ORVO kann auf 100 erfolgreiche Jahre zurückblicken. Diese Geschichte wird nun in einer Chronik von Rolf Mentz (64) dokumentiert, die am 18. Mai der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
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Am 18. Mai 1909 gründeten drei Oldenburger Kaufleute den Ruderverein mit einer Handvoll „inaktiver“ Mitglieder, die sich für den aus England stammenden Sport interessierten und ihn finanziell unterstützten. Das erste Bootshaus, nicht größer als eine Gartenlaube, lag im Schlosspark, das erste Boot war ein Einbaum aus Privatbesitz. Nach dem ersten Weltkrieg wurde am Achterdiek zwischen Küstenkanal und Hunte Land gekauft und ein Bootsschuppen gebaut, das Domizil am Schlossgarten blieb aber weiterhin die Hauptadresse des ORVO und wurde nun von den Frauen genutzt, die 1928 ihre eigene Abteilung ODRV gegründet hatten. Während des Dritten Reiches wurde der Ruderbetrieb der Männer durch Reichsarbeitsdienst und Reichswehr beeinträchtigt, mit Kriegsbeginn dann praktisch unmöglich. Die Frauen ruderten allerdings weiter und das mit großem Erfolg: Es gab kaum eine Regatta, von der die Oldenburgerinnen nicht mit etlichen Siegen nach Hause kamen, erst im „Stilrudern“, danach auch schon bei den etwas sportlicheren sogenannten Schlagzahlrennen. So etablierte sich endlich das Rudern auch als Frauensport. Daneben hielten sie die Verbindung zu den Ruderkameraden im Felde mit zahlreichen Päckchen und Briefen.
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