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Team Nord-West Achter triumphiert auf der Themse!

Nach mehreren Wochen voll hartem Training war es endlich soweit. Am 16.03. machte sich die Achtermannschaft des Team Nord-West, unter ihnen allein sechs Oldenburger Ruderer, auf den Weg nach London, um am „Head of the River Race 2012“ teilzunehmen und sich mit 403 weiteren Achtermannschaften zu messen.
 
Aufgrund der späten Ankunft am Freitag konnte leider nicht mehr auf der Themse trainiert werden, da die Dunkelheit einbrach, jedoch wurde das Boot fertig aufgeriggert, sodass am Samstag die Konzentration voll auf dem Rennen liegen konnte. Nach einem typisch britischen Abendessen im Pub ging der Abend vor dem Rennen recht schnell zu Ende, um am nächsten Morgen top fit zu sein.
Nach dem Frühstück am Samstag wurde zunächst eines klar: Der Wetterbericht hatte nicht gelogen, es regnete. So mussten also die 6,8km bei „typisch britischem Wetter“ absolviert werden. Dass an den vorangegangenen und darauffolgenden Tagen die Sonne schien, sei nur nebenbei erwähnt.
Um 10 Uhr ging die Mannschaft um Schlagmann Immo Ihnen aufs Wasser, um rechtzeitig am Start zu sein. Da sich dies auch noch einige weitere Achter gedacht hatten, herrschte am „Steg“ ein Gedränge von allein 30 Achtern bei unserem Bootshaus.
Obwohl sich die 404 achter auf über 10 Rudervereine Verteilen, ist das Gedränge an den Ufern und auch auf dem Wasser um die Vereine sehr groß und erfordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit.
Um 11 Uhr erfolgte der Startschuss. Der Achter aus dem Nordwesten, auf Platz 123 gestartet, fand sehr gut ins Rennen und konnte schon auf der ersten Streckenhälfte zwei Konkurrenten überholen. Dies gab Motivation auch für die zweiten 3,4 Kilometer, auf denen noch vier weitere Gegner den Achter aus Oldenburg vorbeiziehen lassen mussten. Dies gelang auch, da Steuermann Erich Harder eine Ideale Linie fand. Auf der Themse ist nicht immer der kürzeste Weg auch der schnellste, da aufgrund der Tide die Strömungsverhältnisse äußerst anspruchsvoll sind. Souverän könnten die Ruderer des Team Nord-West die Langstrecke herunterrudern, um unter Anfeuerungsrufen der Zuschauer die Ziellinie zu überqueren. Geschafft vom anstrengenden Rennen, aber auch zufrieden aufgrund der guten ruderischen Leistung machte sich der Achter nun wieder auf den Weg zum Barn Elms Boathouse, wo der Sattelplatz war. Hierbei werden noch einmal die Bootshäuser der großen Londoner Rudervereine passiert und man hat nun auch die Gelegenheit, die Atmosphäre zu genießen.
Nachdem das Boot abgeriggert und verladen war, stellte sich natürlich die Frage: Welcher Platz ist es denn nun geworden? Im Bootshaus des Thames Rowing Club wurde auf das Resultat der 6,8km-Langstrecke gewartet. Wurde die Zielstellung, unter die ersten 100 Achter zu fahren, erreicht? Nach einigen Minuten erschien der Name „Ems-Jade-Weser“ auf der Anzeige und dahinter die Platzierung: Platz 32! Die Überraschung und Freude war groß, denn eine so gute Platzierung hatte keiner in der Mannschaft erwartet. Mit diesem Ergebnis war der Team Nord-West Achter zudem viertschnellstes deutsches Boot hinter dem Crefelder RC, dem Münchener RC und dem Osnabrücker Ruderverein.
Äußerst zufrieden wurde nun am Nachmittag zunächst entspannt und der Erfolg am Abend auf der Party des London Rowing Club ein wenig gefeiert. Schon am Sonntag, nun wieder bei Sonnenschein, machte sich der Großteil der Mannschaft wieder auf den Weg nach Oldenburg.
 
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(Fotos John Esslinger und Sebastian Berlin - Bild 3)